Der Sommer geht zu Ende, der Herbst steht schon vor der Tür, und es wäre doch zu schön,
wenn man ein wenig Licht, etwas Geschmack, die Farben und den Duft des Sommers konservieren
könnte. Leicht ist es nicht, aber ein paar Ideen fielen mir dazu schon ein.
Wie wäre es z.B. mit einem Rosmarinsalz?
Schneidet euch ein paar Rosmarinzweige ab (nicht zuviel, das mag der Strauch im Herbst nicht mehr),
spült sie kurz unter klarem Wasser ab und trocknet sie vorsichtig mit einem Tuch. Dann
werden sie im Backofen bei ca. 50°C so lange getrocknet (immer mal nachschauen), bis die Nadeln
zwischen den Fingern zerbrechen. Prinzipiell gilt: Lieber bei geringerer Temperatur länger trocknen lassen, damit die ätherischen Öle nicht verloren gehen. Die Nadeln werden von den Zweigen gezupft, mit einem Mörser zerkleinert und mit Salz vermischt, oder man mischt einfach größere Nadelstücke mit grobem Salz und füllt alles in eine Salzmühle. Das eignet sich übrigens wunderbar als Geschenk.
Der Duft des Sommers wäre schon mal eingefangen, doch
wie sieht es mit dem Licht und den Farben aus?
Eine ganze Reihe von Pflanzen lassen sich einfach und gut trocknen, ohne dass sie viel von ihrer Farbenpracht einbüßen. Rainfarn und Schafgarbe in der Farbe Gelb, kleine Hagebutten und Vogelbeeren in der Farbe
Orangerot eignen sich prima. Ganz leicht lässt sich daraus ein Kranz herstellen, der bis zur Adventszeit schön aussieht. Verblühte Sonnenblumen, egal ob vom Blumenladen, aus dem eigenen Garten oder geschnitten vom Feld, muss man nicht wegwerfen. Es werden nur die gelben Blütenblätter entfernt und die braunen Blütenböden, sofern sie nicht zu groß sind, lassen sich wunderbar in unseren Kranz einarbeiten. Aber
denkt dran – es sollten noch genug verblühte Sonnenblumen stehen bleiben, Stieglitze lieben
nämlich Sonnenblumenkerne.


Nun fehlt nur noch der Geschmack des Sommers.
Habt ihr schon einmal ein Gelee aus Aronia und Kornelkirschen gemacht? Beide Früchte
zusammen z.B. im Dampfentsafter entsaften und davon ein aromatisches Gelee kochen. Doch
Vorsicht, Aronia geliert viel stärker als andere Säfte, und man sollte sich langsam an das Verhältnis
Saft/Gelierzucker „rantasten“. Bei mir waren es knapp ein Liter Saft auf 1kg Gelierzucker
(Verhältnis 1:1). Verfeinert habe ich das Gelee noch mit geriebener Zitronenschale.
Vielleicht habt ihr jetzt ein paar Anregungen zum Konservieren bekommen oder habt
selbst tolle Ideen, die ihr gerne an die Redaktion schicken könnt und wer weiß? Vielleicht
werden sie in der nächsten Ausgabe sogar veröffentlicht.
Iris Heinemann
Schicht eure Ideen an info@dasgruenezebra.info
